Gemeinsam neue berufliche Perspektiven schaffen
Aus ersten Gesprächen sind konkrete berufliche Perspektiven entstanden: Die bdks und die AuE Kassel GmbH arbeiten künftig noch enger zusammen, um Menschen mit Behinderung Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen. Der Kontakt zwischen der bdks und AuE Kassel hat sich in den vergangenen Monaten Schritt für Schritt entwickelt. Aus ersten Gesprächen über mögliche Einsatzbereiche entstand die Idee, Beschäftigten der bdks konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag eines Industrieunternehmens zu ermöglichen.
Ein wichtiger erster Schritt war ein Besichtigungstermin am 5. August 2026 bei AuE Kassel. Dabei wurden verschiedene Arbeitsbereiche vorgestellt und gemeinsam besprochen, welche Tätigkeiten für Beschäftigte der bdks geeignet sein könnten.
Am 2. September 2026 folgte ein besonderer Meilenstein im Rahmen des Projekts Übergangsmanagements: Erstmals besuchte AuE Kassel die bdks zu einem Bewerbertag. Das Unternehmen stellte den Beschäftigten den Betrieb und verschiedene Stellenangebote vor. Anschließend hatten drei Beschäftigte bei kurzen Vorstellungsgesprächen die Möglichkeit, sich persönlich vorzustellen und mit den Verantwortlichen von AuE Kassel ins Gespräch zu kommen.
Zwei Praktika, zwei neue Perspektiven
Aus diesem persönlichen Austausch entstanden zwei konkrete Praktikumsmöglichkeiten.
Hannah Böhm startet am 1. Oktober 2026 im Bereich Empfang bei AuE Kassel.
Ira Dettmar beginnt am 5. Oktober 2026 im Bereich Werkzeugausgabe.
Für beide bietet das Praktikum die Möglichkeit, den Arbeitsalltag in einem Unternehmen kennenzulernen, eigene Fähigkeiten einzubringen und neue berufliche Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig kann AuE Kassel die beiden Praktikantinnen persönlich kennenlernen und erleben, welche Stärken und Fähigkeiten sie in den Arbeitsalltag einbringen.
„Die bisherige Zusammenarbeit war von unserer Seite aus durchgehend freundlich, respektvoll, transparent und wohlwollend. Die Kommunikation mit dem Betrieb verlief konstruktiv und unkompliziert“, sagt Katarzyna von Serenyi, die das Projekt seitens der bdks begleitet.
Potenziale erkennen und Chancen schaffen
Für Mirko Herzfeldt von AuE Kassel steht dabei der persönliche Kontakt und der Blick auf die individuellen Fähigkeiten im Mittelpunkt:
„Für uns bedeutet Inklusion vor allem, Menschen nicht danach zu beurteilen, ob sie in eine bestimmte Norm passen, sondern danach zu schauen, was sie können, was sie mitbringen und wo sie sich einbringen können.“
Auch für AuE Kassel bietet die Zusammenarbeit die Möglichkeit, neue Wege bei der beruflichen Integration zu gehen und Menschen unabhängig von klassischen Bewerbungswegen kennenzulernen.
„In erster Linie wünschen wir uns, dass sich Hannah und Ira bei uns wohlfühlen und eine gute Zeit bei uns haben. Gleichzeitig möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, sich einzubringen und einen echten Mehrwert für unser Unternehmen zu leisten“, erklärt Mirko Herzfeldt.
Gemeinsam weitergehen
Die beiden Praktikumsstarts sind ein wichtiger nächster Schritt in der Zusammenarbeit. Beide Seiten möchten den offenen und unkomplizierten Austausch fortsetzen und gemeinsam weitere Möglichkeiten entwickeln.
„Eigentlich genau das, was wir bisher erlebt haben: eine weiterhin offene, unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei der wir gemeinsam Lösungen entwickeln und voneinander lernen können“, beschreibt Mirko Herzfeldt die weiteren Ziele.
Die Kooperation zeigt, wie aus einem ersten Kennenlernen konkrete Chancen entstehen können. Durch persönliche Begegnungen, Offenheit und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, entstehen berufliche Perspektiven und neue Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsleben.

